Ziel unserer gestrigen Tageswanderung waren die „Gorges de Spelunca“. Unserer Reisebusfahrer Thomas, der im späteren Tagesablauf noch eine wichtige Rolle spielen sollte, fuhr uns um 09:00 Uhr abermals in die Berge.

Nach ca. 1 ½ Stunden Busfahrt kamen wir oberhalb der Schlucht an, die wir einmal von oben nach unten erwandern sollten. Wir wanderten eine gute Stunde auf einem mittelalterlichen alten Eselpfad bis zu unserem ersten Rastplatz, einer altertümliche Brücke der Genuesen, den früheren Herren der Insel, deren Brücke schon seit 1792 allen Wanderen und Kaufleuten ihren Dienst erweist.

Während des Weges kamen wir immer wieder an Aussichtspunkten vorbei, die uns zum Staunen und Verharren brachten. Die korsischen Berge sind voller Felsen in bizarren Formen, an denen man sich nicht satt sehen kann. Auch die felsigen Schluchten luden zum Bewundern ein. Nach einem weiteren Stück des Marsches machten wir eine längere Pause an einer weiteren Brücke. Hier konnten die Freizeitler schwimmen, essen, trinken und Kraft tanken. Das Süßwasser war zwar kälter als das gewohnte Salzwasser im Meer, erfrischte uns aber alle ungemein.
Auf dem weiteren Weg begegneten wir freilaufenden Ziegen(-böcken), die uns neugierig anmeckerten und als Replik von einigen Bayerfans einen zünftigen Spruch abbekamen. Unser Wanderpfad führte uns im Anschluß ins malerische Bergdorf Ota, das auf 1000m liegt.. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass unser Bus das Bergdorf wegen zu schmaler Straßen nicht anfahren konnte, der Weg nach Ota also ein Umweg war. So stiegen wir also wieder hinab zum Fluß und auf der anderen Seite des Tales wieder hinauf, um zu dem vereinbarten Treffpunkt mit dem Bus zu kommen. Dadurch verloren wir Zeit und kamen erst gegen 18Uhr am Bus an.
Am Bus angekommen, freuten wir uns alle darauf, noch nach Cargese zu fahren, um dort noch etwas zu shoppen oder ein Eis essen zu können. Diese positive Erwartung löste sich jedoch durch das Platzen eines Hydraulikschlauches des Busses in Luft auf: Buspanne mitten in den Bergen! Nach etlichen Anrufen des sympathischen Busfahrers Thomas (der übrigens aussieht wie Till Schweiger) hieß es zunächst, dass wir noch zwei Stunden auf unseren „neuen“ Bus warten müssten. Hendrik assistierte jedoch dem Busfahrer, der einen neuen Schlauch einbaute, so dass wir mit dem „alten“ Bus weiterfahren konnten. Der Sonnenuntergang, den wir die ganze Zeit über beobachten konnten, entschädigte uns ein bisschen für die Wartezeit. Außerdem kamen wir auch noch an den Calanches, den „Herzfelsen“ vorbei (eine Felsformation, die aussieht wie ein kleines Herz), die im Licht der Sonne wirklich schön aussahen, zahlreiche Fotoapparate wurden gezückt.

Nach Cargese konnten wir nun leider nicht mehr. Wir kamen erst gegen 21Uhr in unserem Lager an. Die Köche verausgabten sich in der Küche und die Freizeitler duschten in der nächsten halben Stunde. So konnten wir alle schnell essen. Eine leckere Nudelpfanne verwöhnte unsere Gaumen. Zum Nachtisch gab es Eis.

Heute durften wir alle ausschlafen: Es gabt erst um 09:30 Frühstück!!!! Juhuuu!
Schönen Tag euch allen!

PS: Noch ein Kommentar von Hans (Leiter): „Ein Gutes hatte die Panne, ich bin heute endlich mal ans Lesen gekommen“

One thought on “Le Gorges de Spelunca: Von Genuesen, Geißböcken und dem Helden der Buspanne (Dienstag, 30. August)”

  1. Ihr seid wirklich wahre Helden und ich bin glücklich euch zu kennen!! Ich freue mich jeden Tag auf neue Abenteuerberichte.
    Wünsche euch von Herzen noch wunderbare Tage!!

    Fröhliche Grüße

    MARIA

    Und denkt an die Sonne für die Ulli! :-) !!

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