Ein Tagebucheintrag über eine Wanderung, wo wie immer der Weg das Ziel ist; eine Radtour, wo es zunächst mehr rauf als runter geht und ein Tag am Meer. Lest auch, warum die Deutsche Telekom auch fern der Heimat für wenig Erheiterung sorgt…

Liebe Zeltlagerfreunde,

wir sind endlich „online“-  wie man heutzutage sagt. Wie Ihr dem Ansagedienst sicher entnehmen konntet, hat es etwas gedauert, bis wir uns ans Internet anstöpseln konnten. Wir nennen gleich den Schuldigen.  Im Vertrauen auf die Tüchtigkeit eines großen deutschen Telefonkonzerns (s.o.) haben wir uns im Vorfeld mit einem sündhaft teuren Auslands-Internettarif eingedeckt, der „wegen unserer gerade auch im Ausland hervorragenden Netzabdeckung durch unsere Partnerunternehmen ganz sicher funktioniert“. Mitarbeiter-Zitat ende. Die Einwahl ins „hervorragende Netz des Partnerunternehmens“ funktioniert gar nicht erst, weil das französische „Partnerunternehmen“ den Zugang ins UMTS-Internetnetz nur eigenen Kunden gestattet. Aha, DAS hätte man wissen können. Böse Zungen in unserer Leiterrunde behaupten, dass Frankreich vielleicht nicht „ganz normales“ Ausland, sagen wir wie Holland, ist. Andere finden, dass der große Bonner Konzern vielleicht nicht ein ganz normales deutsches Telefonunternehmen ist und… nun ja, wir kommen besser gleich zur eigentlichen Sache – dem Tagesbericht vom heutigen Tag. Die Tagesberichte von gestern und vorgestern reichen wir nach. Diese findet Ihr unter diesem Tagesbericht. Doch nun zum heutigen Tag:

Unser Tag auf Korsika beginnt nach dem Wecken stets mit der Morgenrunde um 08:30. Im Anschluss an das Frühstück starteten unsere drei Wahlangebote: eine Wandertour zum Montange „U Castello“, eine Mountainbiketour in die Berge oder ein normaler Strandtag. Ohne weiterzulesen, liebe Eltern, für welches Angebot hat sich wohl IHR Kind entschieden… . Würden Sie richtig liegen? Bitte weiterlesen…

Überraschend war, dass der Großteil der Gruppe diesmal nicht an den Strand, sondern lieber in die Berge zum Wandern und Fahrradfahren wollte. Sehr ungewöhnlich. J

Die Strandgruppe hatte wohl einen entspannten Tag am Strand. Während Anna und Sinas Mountainbikegruppe sich bereits um 09:30 Uhr in die Berge aufmachte, ging es für die Wandergruppe erst um 10:15 Uhr los, vorher standen Ausrüstungscheck und Ausgabe des Wanderproviants auf dem Plan. Ihr Ziel: der „U Castello“, ein Berg, der vom Strand zu sehen ist und sicher eine grandiose Aussicht über die Bucht verspricht. Sie ahnen es, unsere Gruppe hat den Gipfel niemals erklommen. Trotz Wanderkarte, trotz Nachfragen bei den Einheimischen haben wir uns zwar in die Berge und Dörfer geschlagen, den einen Weg zum Gipfel aber (noch) nicht gefunden. Mysteriös und auch ein wenig peinlich für Wanderführer H. – dem mittlerweile ein eher zweifelhafter Ruf als guter Fährtenleser anhängt (siehe Berichte Spanien 2009). Völlig unbegründet, das versteht sich, hatten unsere Freizeitler aus pädagogischen Gründen (Teambuilding) doch diesmal selber die Wanderkarte in der Hand. Frei nach dem Motto, „kommen wir nicht rauf, steigen wir eben runter“ suchten sich unsere Wanderer dann eine einsame Bucht an der Küste, zu der wir von der Küstenstraße hinabstiegen. Schwimmen stand dort auf dem Programm. Auf dem Rückweg gings dann über die Felsen an der Küste zurück ins Lager.

Unsere Fahrradgruppe war aber sowas von geschafft als sie um 18:30 Uhr wieder im Lager ankam. Geschafft, aber sehr stolz auf einen 40 Kilometer Rundkurs in den Bergen, der früh morgens bereits mit einem Anstieg von 8 Kilometern begonnen hatte. Tour de France! Nach all der Plackerei konnte in einem Bergfluss ausgiebig geschwommen werden. Danach ging es dann größtenteils bergab wieder zurück ins Camp.

Zum Abendessen gab es heute Chili con Carne.

Für heute sagen wir: Salut aus Frankreich!

3 thoughts on “Wenn’s nicht rauf geht, gehen wir eben runter (Donnerstag, 25. August)”

  1. Hallo nach Korsika. Es ist schön, dass die technischen Probleme behoben sind, damit wir auf diese Weise am „Alltag“ teilnehmen können. Die Art und Weise der Berichtserstattung lässt uns mehrfach schmunzeln. Einige Situationen kann man sich lebhaft vorstellen. Macht weiter so. Einen Gruß an alle Teilnehmer inklusive Leiterteam und besonders einen herzlichen Glückwunsch zum Namenstag an Alessandro. Viel Spaß noch.

  2. Es ist wirklich toll und hoch anzurechnen, dass Ihr Euch auch noch mit den Tücken der mobilen Kommunikation abplagt und auch dafür Zeit und Geld investiert.
    Ein Grund mehr, nochmals auf Euer Spendenkonto hinzuweisen. Hier können doch alle Eltern, Großeltern und weitere Angehörige einen kleinen Obolus ‚loswerden‘.
    Eure Hinweise auf den finanziellen Mehrbedarf, schon allein für den VW-Bus bzw. Vortrupp sind viel zu leise bzw. zu manchen gar nicht vorgedrungen. Es doch kinderleicht zu spenden, wenn man erst einmal auf deh ‚link‘ geklickt hat.

    Ich sage nochmals ganz lieben Dank für die tolle Organisisation vorab, vor Ort und sicher auch wieder im Nachhinein! Weiter so!
    Auch von mir einen dicken Kuss *müsst Ihr nicht wörtlich nehmen.;-) * für Sebastian!

  3. Hallo und herzlichen Dank für die ersten Informationen. Man ist doch schon sehr angespannt wenn man so gar keine Informationen hat. Wünsche allen eine schöne und sonnige Zeit.
    Besonders möchte ich hier Sebastian Scherf meinen Sohn grüßen und hoffe, dass es ihm gut geht und die Erkältung ausgeblieben ist. Bis bald

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